Leichtbau mit offenporigem Aluminium

CNC-maßgeschneiderte, offenporige Aluminium-Komponenten von Automoteam

Mit dem Aluminium-Kokillengussverfahren „Openpore“ bietet das Technologieunternehmen Automoteam eine neue Werkstoffklasse für mechanische, akustische, thermische, strukturelle und dekorative Anwendungen an.

Nach den „Openpore“-Verfahren lassen sich Produkte in fast jeder Form, Größe und Porosität herstellen. Foto: Automoteam

Das Kokillenguss-Verfahren „Openpore“ des Technologieunternehmens Automoteam (Stuttgart) ermöglicht die Serienfertigung von Produkten mit offenporigen Aluminium-Strukturen. Nach diesem Verfahren lassen sich Produkte in fast jeder Form, Größe und Porosität, auch teil-porös oder im Werkstoffverbund, wirtschaftlich herstellen, so das Unternehmen.

Das Verfahren besteht aus nur vier Arbeitsschritten:

  1. Befüllung der Kokille bis zu einem definierten Volumen mit NaCl-Salzgranulat
  2. Weiteres Auffüllen der Form mit Aluminiumschmelze
  3. Konventionelle, mechanische Bearbeitung des Formteils
  4. Ausspülen des Salzes aus den Poren

Das Ergebnis ist ein fertiges Formteil mit offener PorenstrukturDaraus ergibt sich aber auch eine Vielzahl an Parametern, mit denen die funktionalen Eigenschaften des Aluminium-Gussteils vorbestimmt werden können. Dazu zählen u.a. die flexibel anpassbare Durchlässigkeit des porösen Materials an unterschiedliche Anforderungen und die sehr hohe mechanische Stabilität des Gussgefüges im Vergleich zu herkömmlichen Technologien wie Metallschaum oder Sinterung. Deshalb ist „Openpore“ ein völlig eigenständiges, innovatives Verfahren, das in vielen Anwendungen völlig neue Möglichkeiten eröffnet.

Die Hauptanwendungsgebiete von „Openpore“ sind derzeit Filterbauteile für Fluide und Gase, mit denen Aluminium nicht reagiert. Wegen ihrer technisch besseren Eignung und der günstigeren Herstellungskosten haben die „Openpore“-Filter bei einer Reihe von Unternehmen die Filter aus Keramik und Sinterbronze inzwischen substituiert. Auch Schalldämpfer, Sensorgehäuse, Werkzeuge für das Thermoformen und dekorative Produkte für den Innen- und Außenbereich gehören zum Angebotssortiment.

Darüber hinaus kann durch die Oberflächenmodifikation im „Metaker“-Verfahren die Korrosionsbeständigkeit erhöht werden, sodass z.B. die Substitution von Edelstahl möglich ist.

www.automoteam.com