Die Tausend-Grad-Marke im Visier

Hotset erweitert sein Portfolio durch neue Hochtemperatur-Heizpatrone

Unter dem Dach seiner Produktlinie „hotrod“ bietet der Thermodynamik-Spezialist hotset eine wachsende Auswahl starrer und biegsamer Heizpatronen an. Neu ist die Hochtemperatur-Heizpatrone für thermodynamische Anwendungen bis an die 1.000-Grad-Grenze.

Mit der neuen Heizpatrone hotrod HHP für Anwendungstemperaturen von bis zu 1.000 °C bietet Hersteller hotset allen Produktentwicklern und Konstrukteuren ein Heizelement für Hochtemperatur-Anwendungen, bei denen konventionelle Heizpatronen an ihre Grenzen stoßen. Foto: hotset

Die thermografische Aufnahme – hier mit der Kamera Optris PI 1M – visualisiert die Leistungsfähigkeit der neuen Hochtemperatur-Heizpatrone hotrod HHP von hotset.

Das Erreichen einer Arbeitstemperatur von über 750 °C gilt beim Einsatz stabförmiger Heizpatronen mit Gehäusedurchmessern von oft nur wenigen Millimetern als kritische Marke. Nur wenige Hersteller sind derzeit in der Lage, solche Heizpatronen zu fertigen, die aber in wachsendem Maße für Anwendungen im Brennstoffzellenbau, in der Batterietechnik, in der Luftfahrt oder auch in der Fabrikautomation und im Gießereiwesen benötigt werden.

Die Entwicklungsingenieure des deutschen Thermodynamik-Spezialisten hotset (Lüdenscheid) haben sich daher vor einigen Monaten dieser Herausforderung angenommen und präsentieren nun die neue Heizpatrone „hotrod HHP“ für Anwendungstemperaturen von bis zu 1.000 °C. Produktentwickler und Konstrukteure in Forschung und Industrie erhalten damit ein neues Heizelement für Hochtemperatur-Anwendungen, bei denen konventionelle Heizpatronen an ihre Grenzen stoßen.

Bei der Realisierung von leistungsstarken Heizpatronen für moderne High-Temperature-Applikationen sind eine Reihe von Sonderfaktoren aus verschiedenen Technologiebereichen zu berücksichtigen.

„Ein ganz entscheidender Qualitätsaspekt ist dabei die thermische Dauerbelastbarkeit des Mantel-Werkstoffs unserer neuen ‚hotrod HHP’“, betont hotset-Geschäftsführer Ralf Schwarzkopf. Dazu muss man wissen, dass die meisten Mantelrohre heutiger Standard-Heizpatronen, deren Arbeitstemperatur bis etwa 750°C reicht, aus Edelstahl der Güte 1.4541 (X6CrNiTi18-10) bestehen. Diese Legierung aber erweist sich für die Gehäuserohre von Hochtemperatur-Heizpatronen als nicht ausreichend korrosionsbeständig.

Für die neue „hotrod HHP“ wählte das Entwicklungsteam von hotset daher ein Hochleistungsmaterial aus der Schatzkiste der Edelstahl-Werkstoffe: „Wir entschieden uns für eine austenitische, hochwarmfeste Mischkristall-Legierung aus Incoloy, die auch in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommt. Deren kontrolliertes Gefüge aus Kohlenstoff, Aluminium, Titan, Silizium und Mangan gewährleistet erheblich bessere Standzeiten als alle anderen Stahlwerkstoffe. Zudem haben wir mit verschiedenen Incoloy-Legierungen gute Longlife-Erfahrungen gesammelt, da wir sie schon seit langem für unsere Schneidmesser-Heizpatronen vom Typ ‚hotrod LHT’ verwenden“, berichtet Firmenchef Ralf Schwarzkopf.

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