Tonnenschwere Druckgießformen einfach wenden

Aage und RUD Ketten kooperieren

Seit diesem Jahr stellen die Aalener Gesellschaft für Leichtbauteile mbH (Aage) und RUD Ketten den Werkzeugwender „TOOL MOVER“ für das sichere Handling von tonnenschweren Formen auf engstem Raum in Druckgießereien vor.

Von links nach rechts: Yasin Kartal (Area Sales Manager TOOL MOVER), Prof. Dr. Dr. Friedrich Klein (Geschäftsführer Aage GmbH – Aalener Gesellschaft für Leichtbauteile mbH), Peter Scherer (Produktmanager RUD), Alexander Proß (Head of Sales RUD). Foto: RUD

Im Werkstattalltag tritt das Problem häufig auf: Schwere Spritz- und Druckgussformen müssen um 90° bzw. 180° gewendet werden - und das möglichst ohne die Mitarbeiter zu gefährden oder die teuren Werkzeuge zu beschädigen. Hier bietet die Firma RUD Ketten (Rieger & Dietz GmbH & Co. KG) mit ihren VIP- und ICE-Anschlagketten und den RUD-Anschlagpunkten Hilfe an. Die Baukastensysteme in Grad 100, bzw. Grad 120 bieten nach eigenen Angaben für viele Anwendungsfälle ein Mehr an geforderter Sicherheit.

Diese Sicherheit wird jedoch immer wieder auf die Probe gestellt, wenn der Anwender nur über einen Kran, bzw. eine Krankatze verfügt. Dann kann es trotz der RUD-Anschlagpunkte zu gefährlichen Zuständen kommen. Nämlich dann, wenn beim Wenden der Schwerpunkt der Formen überschritten wird. Genau dieser Moment ist besonders kritisch. Der Bediener muss in dieser Phase das Werkzeug mit dem Hubwerk anheben und gleichzeitig die Katze verfahren, um die Form zu kippen. Dabei ist es so gut wie unmöglich, nicht in den Zustand einer schlaffen Anschlagkette zu kommen. Die Folge davon: Wird der Schwerpunkt der Spritzgussform überschritten, kippt es in die Seile des Krans.

Dabei werden die Kranbremsen in Mitleidenschaft gezogen. Gleichzeitig wird das empfindliche Seil einer nicht zulässigen Schockbelastung ausgesetzt. Diese Beanspruchung führt nicht selten zu außerplanmäßigen Reparaturen am Kran. Häufig kommt es bei diesen ruckartigen, unkontrollierten Bewegungen auch zu Schäden am wertvollen Werkzeug selbst. Wie leicht sind hier außenliegende Leitungen oder Schieber beschädigt.

Hier setzt der neue Wendetisch „RUD TECDOS TOOL MOVER“ an, der ein werkzeugschonendes und sicheres Umdrehen der empfindlichen Spritzgussformen erlauben soll. Der „TOOL MOVER“ ist für axiale Drehbewegungen von Werkzeugen bis 64 t Eigengewicht und bis zu 10 m3 Volumen ausgelegt. Er ist so konzipiert, dass der Drehpunkt immer im sicheren Bereich des Werkzeuges liegt. Damit wird das Drehmoment reduziert, das der „TECDOS OMEGA DRIVE“ unter dem Tisch aufzubringen hat. Dessen Funktionsweise lässt sich dabei am ehesten mit einem flexiblen Zahnstangentrieb vergleichen. Die Aufgabe der Zahnstange wird von einer radial eingesetzten RUD-Kette übernommen. Omega-förmig angeordnete Taschenräder schnüren die Kette ein und dienen als Antriebs-und Umlenkräder.

Seit diesem Jahr arbeiten Prof. Dr. Dr. Friedrich Klein, Geschäftsführer der Aage (Aalener Gesellschaft für Leichtbauteile mbH) und RUD Ketten daran, um den „TOOL MOVER“ vorzustellen. Auf der Euroguss 2018 in Nürnberg trafen RUD Ketten und Prof. Dr. Dr. Friedrich Klein, zahlreiche Formen- und Teilehersteller, die mit dem Wenden tonnenschwerer Formen täglich Probleme haben. RUD Ketten und die Aage untermauerten die Zusammenarbeit beider Häuser.

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