Neues Gießverfahren für Stator- und Batteriegehäuse

Kostenintensive Montagen, Sandkernherstellung und spätere Entkernung entfallen

AionaCast Consulting entwickelte ein richtungsweisendes Herstellungsverfahren für Kühlkanäle in Batterie- und Statorgehäusen im Anwendungsbereich der Elektromobilität.

Verfahren für die Herstellung von Kühlkanälen mittels Umgießen eines walzgeschweißten und aufgeblasenen Blechpakets mit Aluminium. Foto: AionaCast

Die AionaCast Consulting GmbH mit Sitz in Vaihingen an der Enz hat ein großserientaugliches Herstellungsverfahren für gegossene Stator- und Batteriegehäuse entwickelt, welches gänzlich ohne Sand-, Salzkernen oder zweischalige Bauweise auskommt.

Das zum Patent (PCT) angemeldete Verfahren zeichnet sich durch die Kombination zweier klassischen Produktionsverfahren aus. Es wird ein walzgeschweißtes Blechpaket an vorher präparierten Positionen mit Druckluft (ca. 100 bar) aufgeblasen, sodass Kanäle mit (fast) beliebigem Verlauf entstehen. Dieses walzgeschweißte Blechpaket (eng. Roll Bond Core, kurz „RoBoC“) wird in ein Gießwerkzeug für das Schwerkraft- oder Niederdruckgießverfahren eingelegt, mit Aluminium umgossen und während des Gießvorganges von innen durch die bereits bestehenden Kanäle gekühlt.

Somit entfallen kostenintensive Montagen (2-schalige Bauweise im Druckguss), die Sandkernherstellung und spätere aufwendige Entkernung, Verdeckelung und diverse Qualitätsprüfungen im Kokillengießverfahren. Aufgrund der inneren Kühlung konnte ferner die Erstarrungszeit signifikant reduziert werden.

Aktuell findet der praktische Erfahrungsgewinn an einem Demonstrator-Statorgehäuse statt und ist in absehbarer Zeit serienreif. Das Verfahren eignet sich auch für Batteriegehäuse, Junction-Boxen und ähnliches.

www.aionacast.com