Plattform zur Hybridfertigung

Materialise und HCL Technologies entwickeln 3D-Druck weiter

Die Hybridfertigung verbindet die Vorteile von additiver Fertigung und von CNC-Bearbeitung. Bei der Hybridfertigung wird die Materialise-Software in die CAMWorks-Software von HCL eingebunden.

Ziel ist es, bei der Herstellung von Metallteilen die Konstruktionsfreiheit additiver Fertigung mit der Geschwindigkeit und Genauigkeit der CNC-Bearbeitung zu kombinieren. Foto: Materialise

Das belgische Unternehmen Materialise, ein weltweit agierender Anbieter von 3D-Druck-Software und -Dienstleistungen, wird gemeinsam mit HCL Technologies (HCL), einem weltweit führenden IT-Dienstleister, eine Plattform zur Hybridfertigung entwickeln. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird die additive Fertigungstechnologie von Materialise in die CAMWorks-Software von HCL integriert.

Ziel ist es, bei der Herstellung von Metallteilen die Konstruktionsfreiheit additiver Fertigung mit der Geschwindigkeit und Genauigkeit der CNC-Bearbeitung zu kombinieren. Die Partnerschaft ist die erste Initiative zur Schaffung einer integrierten CAD/CAM-Lösung für die Hybridfertigung im SOLIDWORKS-Umfeld. Die neue Technologie wird voraussichtlich noch in diesem Jahr verfügbar sein.

Hybridfertigung verbindet die Vorteile subtraktiver und additiver Verfahren zur Herstellung von Teilen mit komplexem Design und engen Toleranzen. Die Integration von Software für AM (Additive Manufacturing) und für CAM (Computer Aided Manufacturing) in einer Plattform erleichtert die Rückverfolgbarkeit des Produktionsprozesses und erspart überflüssige Arbeitsschritte per Hand. Anwender des neuen CAMWorks AM-Moduls Powered by Materialise können direkt in CAMWorks Supportstrukturen (Stützstrukturen für das Bauteil bei der Herstellung) erstellen und über den Materialise Build Processor mit den wichtigsten Metalldruckern kommunizieren.

"Der Markt für Additive-Manufacturing-Technologie sowie ihre Nutzungsmöglichkeiten sind in den letzten fünf Jahren drastisch gewachsen. Die Integration in bestehende Fertigungssysteme ist der nächste Schritt, um den digitalen Wandel in der Fertigung voranzubringen", so Stefaan Motte, Vice President of Software bei Materialise. "Dafür erforderlich ist ein tiefes Verständnis sowohl der subtraktiven als auch der additiven Prozesse. Wir sind sicher, dass Unternehmen, die sich für die Hybridfertigung entscheiden, von der Zusammenarbeit profitieren werden, die unsere dreißigjährige Erfahrung im Bereich AM mit der CAM-Kompetenz von HCL verbindet."

GH Rao, President of Engineering and R&D Services (ERS) bei HCL Technologies: "Wir sind sehr erfreut über die neue Partnerschaft und die potenziellen Möglichkeiten der Hybridfertigung für die Zukunft der computergestützten Konstruktion und Fertigung. Durch die Kombination der hochgradig integrierten CAM-Technologie von HCL mit der innovativen 3D-Drucktechnologie von Materialise freuen wir uns darauf, dass wir es Unternehmen ermöglichen, innovative Produkte zu entwickeln und diese schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen."

www.materialise.com

www.hcltech.com