Zulieferindustrie beurteilt Lage skeptisch

Hohes Unsicherheitspotential durch US-Strafzölle

Die Bewertung der aktuellen Lage hält sich auf sehr hohem Niveau. Demgegenüber zeigen sich die Zulieferer spürbar verunsichert im Hinblick auf die Perspektiven der kommenden sechs Monate.

Quelle: IFO München, ArGeZ

Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferindustrie zeigt sich mittlerweile spürbar gespalten: Die Bewertung der aktuellen Lage hält sich auf sehr hohem Niveau. Demgegenüber zeigen sich die Zulieferer spürbar verunsichert im Hinblick auf die Perspektiven der kommenden sechs Monate. Dabei spielen die Ordereingänge, welche Überhitzungszeichen zeigen, eine große Rolle.

Angesichts wachsender Lieferzeiten besteht die Gefahr, dass über den realen Bedarf hinaus Bestellungen eingehen. Der zweite Impuls ist weltpolitisch zu verorten. Angesichts noch aktiver Verhandlungen zwischen EU und USA bzgl. der Straffzölle zeigt sich ein hohes Unsicherheitspotential über die Geschäftsentwicklung der nächsten Monate. Handelspolitisch ist zu viel in der Schwebe, als das die Zulieferer sich „nur“ um die Abarbeitung der Aufträge kümmern könnten.

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab.

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