Reger Austausch bei BvL über die Bauteilreinigung

Reinigung als Schlüsseltechnologie zur Steigerung der Effizienz

Mit Hinblick auf die Entwicklungen der Motorenproduktion zur zunehmenden Leistungsdichte der Motoren erläuterte Dr.-Ing. Markus Rochowicz vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung die steigende Wichtigkeit des Reinigungsprozesses.

Dr.-Ing. Markus Rochowicz erläuterte während des BvL-Praxisseminares die Wichtigkeit der technischen Sauberkeit und die aktuellen Trends der Reinigung. Fotos: BvL

Praxisteil informierten sich die Seminarteilnehmer über die vielfältigen Reinigungsverfahren und intelligente Lösungen zur Energieeffizienz.

Das BvL-Praxisseminar Anfang Juni in Emsbüren fand auch in diesem Jahr wieder großen Anklang beim Fachpublikum, teilte das Unternehmen mit. Dr.-Ing. Markus Rochowicz vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung behandelte in seinem Vortrag in der ausgebuchten Veranstaltung diverse Themen zur Reinigung heute und morgen. Mit Hinblick auf die Entwicklungen der Motorenproduktion zur zunehmenden Leistungsdichte der Motoren erläuterte er die steigende Wichtigkeit des Reinigungsprozesses. Je enger die Bauteile toleriert und je höher die Komponenten belastet werden, desto größer ist die Schadensgefahr durch kleinste verbleibende Partikel in sämtlichen Aggregaten. Somit stellt der Reinigungsprozess eine Schlüsseltechnologie für die Fahrzeugindustrie und weitere Maschinenbau-Branchen dar.

E-Mobilität: Hybrid-Technik als Herausforderung

Dr. Rochowicz erläuterte bezüglich der Entwicklung zur E-Mobilität, dass unter anderem die Hybrid-Technologie die Branche vor neue Herausforderungen stellt. Aufgrund des vermehrten Einsatzes von Stanzteilen ist das Entgraten für die Sicherheit ein besonders wichtiger Aspekt. Falls ein Grat nicht entfernt wird, kann sich hieraus schnell eine Gefahrenquelle entwickeln, die zu vermeiden ist. Zu beachten ist außerdem, dass die Sauberkeitsanforderungen je nach Prozess sehr unterschiedlich sein können. Bezüglich aktueller Trends wies Dr. Rochowicz auf das Ziel hin, auch bei langen Badstandszeiten eine gleichbleibend hohe Reinigungsleistung zu erreichen. Des Weiteren liegen mittlerweile auch in Massenproduktionen wie beispielsweise in der Kameratechnik der Automobilindustrie erhöhte Reinheitsanforderungen vor. Nicht zuletzt spielt eine hohe Energieeffizienz eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Reinigungskonzeptes.

Vielfältige Reinigungstechnologien und intelligente Kundenlösungen

Die BvL-Fachexperten griffen die Erläuterungen zu den aktuellen Trends auf und stellten die umfassenden Reinigungstechnologien mit Praxisbeispielen anschaulich dar. So ermöglichen die Smart Cleaning Apps von BvL eine vorausschauende Wartung der intelligenten Reinigungsanlage. Mit komplexen Automationslösungen, die in die weiteren Produktionsprozesse des Kunden integriert werden, lässt sich eine hohe Produktivität und Kosteneffizienz erzielen. Umfassende Energiesparmaßnahmen an den Reinigungsanlagen tragen trotz kurzer Prozess-Zeiten zur Ressourcenschonung und höheren Wirtschaftlichkeit entscheidend bei. Auch durch die Nachrüstung bestehender Anlagen mit entsprechenden technischen Neuerungen kann der Reinigungsprozess auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Praxisteil mit persönlichen Gesprächen

Im anschließenden Praxisteil wurden unterschiedliche Anlagen vorgeführt. So konnten sich die Teilnehmer beispielsweise ein konkretes Bild machen von der energieeffizienten Durchlaufanlage Yukon. Mit dem integrierten Abluftmanagement steuern Sensoren den Abluftventilator und regeln die Abluft, um den Wärmeaustrag zu verringern. Besonderes Interesse fand außerdem die Anlage Geyser, mit der ein robotergesteuertes Werkzeug im Hochdruckverfahren komplizierte Bauteile zuverlässig entgratet. Vielfältige Anwenderfragen mit dem entsprechenden Informationsaustausch in persönlichen Gesprächen rundeten das BvL-Praxisseminar ab und ermöglichten den Teilnehmern, ihr Fachnetzwerk auszubauen.

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