Starkes Umsatzplus für Berufskleidung

Markt für Berufskleidung überstieg 2017 in Deutschland die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro

Berufsmode geht neue Wege. Dabei stehen die optischen Merkmale für viele Träger zunehmend im Mittelpunkt. Aber nur, wenn Funktionalität und Tragekomfort mitziehen.

Träger von Berufskleidung wollen heute optisch ansprechende Kleidung bei der die Qualität stimmt. Foto: DBL

Wer sich wie kleidet, spielt nicht nur in der Freizeit eine große Rolle – auch im Job schauen Kunden, Kollegen und Lieferanten auf die (Berufs-)Kleidung. Folge: Der Markt für Berufskleidung knackte 2017 in Deutschland erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. (Quelle: Studie „Branchenfokus Berufsbekleidung“, Jahrgang 2018 des IFH Köln in Kooperation mit der BBE Handelsberatung).

Allein im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Branche damit ein starkes Umsatzplus von acht Prozent. Natürlich auch begründet durch die florierende Wirtschaft und somit dadurch, dass immer mehr Menschen arbeiten und in ihrem Job Berufskleidung tragen. Allein die Mitgliedsunternehmen der Wirtex (Wirtschaftsverband Textil Service e.V.) versorgen rund 4 Millionen Träger mit dem passenden Outfit.

Klar ist auch: Frei von Eitelkeit ist dabei (fast) niemand, auch nicht im Beruf. Selbst dann nicht, wenn die Firma einheitliche Imagekleidung einsetzt. Modische Coolness bedeutet für die Menschen immer auch kleine optische Freiräume, ganz individuelle Statements. Aktuelle Analysen und Umfragen zeigen, dass die optischen Ansprüche der Träger an ihre Berufskleidung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. In der Folge hat sich der Markt für Berufskleidung deutlich verändert. Heutige Kollektionen werden immer stärker geprägt durch die aus der Freizeitmode bekannten Trends; hier insbesondere durch die Vorliebe zu „cooler“ Outdoorkleidung. Dabei zählen Farbe, Design und das Label. Mode als Entscheidungsmerkmal für Berufskleidung ist so längst auch an der Werkbank, auf dem Bau oder bei Servicedienstleistern angekommen.

Was aber genau trifft den aktuellen visuellen Zeitgeschmack? „Gewünscht sind heute moderne, figurnahe Schnitte, gerne mit sportlich lässigem Touch“, beschreibt Corinna Horndahl, Produktentwicklerin beim Konfektionär teamdress, die Begeisterung der Träger für stylische Workwear. „Dazu passt dann eine Farbgebung, die den Look des Freizeitcharakters unterstreicht.“ So wird der traditionell schlichte Blaumann mittlerweile zum Einzelgänger und weicht stattdessen auffällig designten Modellen in gedeckten Melangetönen sowie der beliebten Denimoptik.

Und war hier bis vor einigen Jahren noch das klassische Mischgewebe die bevorzugte Wahl, setzen sich neue textile Kreationen immer weiter durch. Dabei gewinnen vor allem auch Funktionstextilien an Bedeutung. „Diese technisch komplexen Kreationen stehen heute für Modernität und ein lässiges, bequemes Outfit. Daher wollen immer mehr Arbeitnehmer diese Gewebe im Job tragen“, bestätigt Corinna Horndahl. „Klassische Workwear-Modelle wie Jacke, Bundhose, Latzhose und Weste werden daher heute ergänzt durch Softshelljacken oder Wetterjacken mit Fleeceeinsatz, die auch separat getragen werden können.“

Nur schön reicht nicht

Mehr Mode, mehr Auswahl, mehr Freizeitcharakter – optisch sind den Betrieben und ihren Mitarbeitern bei der Zusammenstellung ihrer Berufskleidung kaum noch Grenzen gesetzt. Allerdings: Berufskleidung muss nach wie vor mehr leisten als normale Mode. Deutlich mehr. Denn sie muss sich im oft harten Arbeitsalltag mit all seinen spezifischen Anforderungen bewähren. Häufige Wäsche, Bewegungsfreiheit für den Träger, Taschen für die Arbeitsutensilien oder sicherheitstechnische Eigenschaften wie Schweißerschutz oder Warnschutz sind Beispiele aus der Praxis.

„Einfache, nach modischen Gesichtspunkten gekaufte (Freizeit)Kleidung zeigt hier schnell Defizite. Aber auch minderwertige Berufskleidung entspricht nicht immer professionellen Ansprüchen – gerade in Bezug auf Funktionalität, Tragekomfort und Sicherheit. Was am Ende schnell zu einem Imageverlust des Unternehmens beim Kunden”, beschreibt Dirk Hischemöller, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH, die Gefahren einer falschen Wahl.

Beispiele kennt er aus seiner beruflichen Praxis. Wenn etwa Taschen zwar vielfältig vorhanden sind, aber schnell ausreißen. Wenn die Kleidung wegen minderwertigen Gewebe nach der ersten Wäsche einläuft. Wenn sie bei typischen Bewegungen ständig rutscht oder aufgrund mangelhafter Ergonomie einengt. Oder wenn sie schlicht bei Beanspruchung viel zu schnell kaputt geht… Daher setzt die DBL auf ausgesuchte, hochwertige Kollektionen, die den Ansprüchen der unterschiedlichen Arbeitsplätze gerecht werden. Basis bilden zum einen technische Prüfverfahren, aber auch Praxistests sowie Erfahrungen und Meinungen der Träger.

Der Wunsch – coole Optik in Premiumqualität

Dabei findet eine enge Zusammenarbeit mit den Konfektionären statt. „Jede Menge zeitintensive Entwicklungsarbeit und zahlreiche Tests sind da nötig, bis eine hochwertige Kollektion den Weg in die Praxis findet. Erst nach umfassenden Produkt-, Trage- und Waschtests wird sie von uns für den Mietmarkt freigegeben”. Nur so lässt sich, da ist Dirk Hischemöller sicher, eine professionelle Berufskleidung entwickeln, die von den Menschen acht und mehr Stunden täglich gerne getragen werden kann. „Eine außergewöhnliche Optik, die sich so viele wünschen, sollte mit einer Premiumqualität einhergehen, damit Berufskleidung tatsächlich als stimmiges System überzeugt.“

Worauf sollten die Entscheider nun besonders achten? Hier nennt der Experte von der DBL zunächst die Verwendung strapazierfähiger und gleichzeitig atmungsaktiver Gewebe. Diese müssen an besonders beanspruchten Stellen verstärkt sein. Gleichzeitig – insbesondere bei den aktuell oft körpernahen Schnitten – sollten Stretchelemente dem Träger die Möglichkeit bieten, alle Bewegungen uneingeschränkt durchzuführen. „Gerade hier gibt es neue Entwicklungen, die auch optisch interessant wirken.“

Hochgezogene Rückenteile bei den Bundhosen, die mehr Nierenschutz und Gesundheitsprävention bieten; 3-Nadel-Verarbeitung der Nähte für mehr Stabilität; Taschen, die kleinen Werkzeugen und großen Händen Platz bieten; Reflexpaspeln, die in der Dunkelheit für mehr Sicherheit sorgen – für Hischemöller wesentliche Punkte bei der Auswahl der richtigen Berufskleidung. Dazu natürlich Themen wie langfristige Lieferfähigkeit, breites Größenspektrum und gute Reparaturfähigkeit.

Anders gesagt: Gefragt ist heute die perfekte Verschmelzung von modischer Optik und außergewöhnlicher Funktionalität bei hervorragendem Tragekomfort – ein textiles Meisterstück. „Die Investition in gute Berufskleidung bedeutet gleichzeitig auch eine Investition in gute Mitarbeiter, die immer anspruchsvoller werden und schwerer zu finden sind.“ Der textile Mietservice als bewährte Lösung bietet hierzu umfassende Beratung, perfekte Organisation und finanzielle Sicherheit.

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