Top-Thema „Digitalisierung“ auf der AMB

Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung am 18. und 19. September 2018 in Stuttgart

Die Nachfrage nach neuen Werkzeugkonzepten ist wegen der aufkommenden Elektromobilität gewachsen. E-Mobile benötigen zumindest teilweise auch andere Komponenten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

Die Nachfrage nach neuen Werkzeugkonzepten ist wegen der aufkommenden Elektromobilität gewachsen. Foto: Kuka

Die AMB startet mit neuen Rekorden: Die Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung erwartet rund 90.000 internationale Fachbesucher in den Bereichen spanende und abtragende Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, Messtechnik und Qualitätssicherung, Roboter, Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik, Industrial Software & Engineering, Bauteile, Baugruppen und Zubehör. Mit der Messeerweiterung belegen die Hersteller von Bearbeitungswerkzeugen und Spannzeugen die benachbarten Hallen 1 und 3 und sind nicht mehr durch den Eingang Ost und das Atrium getrennt.

Der allgemeine Trend lautet Digitalisierung. Das spiegelt sich auch im Messeprogramm wider. Erstmals findet, neben den bereits etablierten Rahmenveranstaltungen, die Sonderschau „Digital Way“ mit angeschlossenem zweitägigen Kongress am 18. und 19. September statt. Sie informiert auch anhand der Showcases – Elabo Smart Factory und der Gewatec Lernfabrik – wie Industrieunternehmen mithilfe aktueller Informationstechnologie die Potenziale der Digitalisierung nutzen können.

Die Nachfrage nach neuen Werkzeugkonzepten ist nicht trotz, sondern sogar wegen der aufkommenden Elektromobilität gewachsen. E-Mobile benötigen zumindest teilweise auch andere Komponenten als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. So würden laut Markus Kannwischer, Leiter Technik und Mitglied der Geschäftsleitung bei Paul Horn, beispielsweise hochpräzise Steckverbindungen, neue Getriebekomponenten, Elektromotoren und Elemente im Bereich der Kühlung benötigt. Obwohl E-Mobilität fast schon zwangsläufig Leichtbau voraussetzt, glaubt Kannwischer jedoch nicht an einen weiteren Anstieg des Einsatzes von CFK und GFK. Dafür hätten warmumgeformte Stähle deutlich aufgeholt.

Die Digitalisierung sieht Dr. Niklas Kramer, Product & Industry Segment Director bei Sandvik Tooling Deutschland, als Möglichkeit, „unseren Kunden Anwendungswissen direkt und zielgerichtet zur Verfügung zu stellen.“ Noch sei jedoch unklar, über welche Wege und Plattformen die Informationen den Kunden am besten erreichen. Voraussetzung für eine gute Beratung sei in jedem Fall die genaue Kenntnis des Ausgangszustand; „konkrete Kontextdaten aus der Werkzeugmaschine sind da ein riesiger Schritt, und je einfacher und einheitlicher sie uns zur Verfügung stehen, desto größer der Anwendernutzen“.

www.messe-stuttgart.de