Neues INACORE-Werk offiziell eingeweiht

Seit dem Frühjahr produziert INACORE anorganisch gebundene Sandkerne für BMW-Motoren

Im Jahr 2017 gründeten die beiden Firmen Laempe Mössner Sinto und R. Scheuchl das Gemeinschaftsunternehmen INACORE. Am neuen Standort Jellenkofen/Ergoldsbach (Niederbayern) werden seit Anfang 2018 Sandkerne für den neuen 4-Zylinder-Benzinmotor von BMW gefertigt.

Über 1,5 Millionen Kernpakete wird die INACORE GmbH in den nächsten Jahren an BMW liefern. Foto: Theißen

Seit gut einem halben Jahr produziert die INACORE GmbH in Ergoldsbach in Niederbayern bereits Kerne für Motoren von BMW. In der vergangenen Woche wurde das Werk nun auch offiziell in Anwesenheit der Mitarbeiter, aller an der Entstehung des Werks Beteiligten und etlicher politischer und kirchlicher Vertreter feierlich eingeweiht.

Der Impuls für die Gründung von INACORE kam von BMW, da die eigenen Kapazitäten an ihre Grenzen kamen. Nun sollen von INACORE in den nächsten Jahren über 1,5 Millionen Kernpakete zu je neun Einzelkernen an BMW geliefert werden.

Das Unternehmen R Scheuchl (Ortenburg) fand in dem Spezialisten für Kernschießmaschinen Laempe Mössner Sinto den idealen Partner für das Joint-Venture. Gemeinsam gründeten sie im Frühjahr 2017 das Unternehmen INACORE, das in kürzester Zeit eine eigene Kernfertigung nach modernsten Maßstäben aufbaute. Schon ein Jahr nach der Gründung des Unternehmens und wenige Monate nach der Fertigstellung der Gebäude und der Installation der Anlagen war INACORE in der Lage, serienmäßig anorganisch gebundene Sandkerne für die Motoren-Gießerei von BMW im ca. 20 km entfernten Landshut zu liefern. Dort werden von BMW in einer der weltweit modernsten Leichtmetallgießereien Strukturbauteile, Motorblöcke, Zylinderköpfe und Elektromotor-Komponenten gefertigt.

Im INACORE-Werk arbeiten ab Januar 2019 sechs Laempe-Kernschießmaschinen des Typs LHL30 im Dreischichtbetrieb. Weiter liefert Laempe die komplette Sandaufbereitung (inklusive einem Doppelmischer LVM15 als Herzstück) sowie Sandsilos und Sandfördertechnik. Von Scheuchl, als Spezialist für Gießanlagen, Entsandungsanlagen, Rohteilbearbeitungen, LDSBeschichtungen und Sandregenerierungen stammt die klimatisierte Kernlagertechnik, die Werksinfrastruktur und das Gesamtprojektmanagement.

Aktuell produzieren die über 20 Mitarbeiter und die sechs Maschinen im Zwei-Schicht-Modus, ab Januar 2019 ist dann die 3Schicht-Taktung eingeplant. INACORE hat für die neue Kernfertigung zwei Hallen in Ergoldsbach belegt. Während in der ersten Halle die Produktion stattfindet, dient die zweite Halle zur klimatisierten Lagerung der Sandkerne sowie der notwendigen Rohstoffe.

Laempe und Scheuchl bündeln für INACORE ihre vorhandenen Kompetenzen für den Aufbau einer hochmodernen Kernfertigung. Dies beinhaltet in einem ersten Schritt, dass das Gemeinschaftsunternehmen mit einem effizienten Logistik-Konzept, modernster Maschinentechnik inkl. Roboterautomatisierung und Sandaufbereitung ausgestattet wird. „In einem zweiten Schritt gibt es auch Überlegungen, eine Sandregenerierungsanlage zu installieren. Dann können wir gemeinsam den Prozesskreislauf für BMW schließen“, erklärt Ulf Scheuchl, Geschäftsführer der R. Scheuchl GmbH.

Das größte Augenmerk wird bei INACORE auf die Datentransparenz gelegt, eines der Grundlagen für die Realisierung der „Kernfertigung 4.0“, die das langfristige Ziel der INACORE ist. Schon heute bietet die INACORE eine 100-prozentige Teileverfolgung sowie die 100-prozentige Datentransparenz aller Maschinen und Anlagen. Zudem ist INACORE komplett vernetzt mit dem BMW-Lager.

Als kurzfristigen nächsten Schritt plant die INACORE bis Ende 2018 die Realisierung des automatisierten Lagers mittels fahrerlosem Transportsystem und automatischer Ein-und Auslagerung.

www.inacore.de