Institutsleiter Prof. Ralf Eckhard Beyer verabschiedet

Prof. Christoph Leyens übernimmt alleinige Führung des Fraunhofer IWS Dresden

Nach 21 Jahren am Fraunhofer IWS und an der TU Dresden verabschiedet sich Prof. Ralf Eckhard Beyer in den Ruhestand. In dieser Zeit baute der international anerkannte Laserexperte erfolgreich das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS auf.

Prof. Ralf Eckhard Beyer blickt auf mehr als zwei erfolgreiche Jahrzehnte als Leiter des Dresdner Instituts sowie als Dekan der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden zurück. Foto: Fraunhofer IWS

Der 1. Oktober 2018 markiert eine Zeitenwende am Fraunhofer IWS Dresden. An diesem Tag wechselt Prof. Ralf Eckhard Beyer offiziell in den Ruhestand. Der 66-jährige Dortmunder blickt auf mehr als zwei erfolgreiche Jahrzehnte als Leiter des Dresdner Instituts sowie als Dekan der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden zurück. In dieser Zeit spielte er eine tragende Rolle in der Exzellenzbewerbung der sächsischen Hochschule und gehörte ebenfalls zu den Initiatoren und Gründungsmitgliedern des Wissenschaftsverbunds DRESDEN-concept. An zwei emotionalen Tagen verabschiedeten ihn Wegbegleiter, Mitarbeiter und Freunde im Rahmen eines Ehrenkolloquiums in den "Unruhestand". Dabei dankte Prof. Beyer ausdrücklich seinen Unterstützern: "Der Erfolg des Einzelnen ist selten sein eigener. Ein Chef ist nur so gut wie seine Mitarbeiter: Man braucht Team und ein funktionierendes Netzwerk."

Bewegende Abschiedsworte während Ehrenkolloquiums

In einer bewegenden Abschiedsrede verlieh Prof. Hans Müller-Steinhagen seiner Anerkennung und Bewunderung für das Wirken des Laserexperten Ausdruck: „Unsere Zusammenarbeit war von Kollegialität und Freundschaft geprägt. Prof. Beyer ist im positiven Sinne ein Realist, der seine Meinung deutlich macht und das ist gut so.“ Mit außerordentlicher Innovationskraft und Leistungsfähigkeit habe er zur Entwicklung des Standorts beigetragen, indem er als Lehrstuhlinhaber und Führungsmanager kluge Weichenstellungen für die TU Dresden vorgenommen habe.

Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, konstatierte: „Eine wichtige Facette von Prof. Beyer ist das bürgerschaftliche Engagement. Ohne zu zögern initiierte er beispielsweise ein nationales Pilotvorhaben, Flüchtlinge in die Arbeitswelt zu integrieren.“

Im Namen des Präsidiums der Fraunhofer-Gesellschaft unterstrich Reinhart Poprawe, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT, Prof. Beyers Fähigkeiten als Innovator in seinen Anfangstagen in Dresden: „Trotz riesiger Skepsis, schwieriger infrastruktureller Voraussetzungen und hoher Erwartungen hat Eckhard Beyer den Aufbruch angenommen und umgesetzt. Sein Grundmanifest lautete: Ausbildung, Wissenschaft und Forschung.“

Dr. Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung der Trumpf GmbH + Co. KG, sagte: „Prof. Beyer war uns immer einen Schritt voraus. Ohne seine visionären ‚Umtriebe‘ wären viele Entwicklungen nicht möglich gewesen. Wir verdanken unseren heutigen Erfolg auch ihm. Genau wie er waren wir immer bemüht für das gemeinsame Thema Laser und Photonik zu werben.“

Prof. Christoph Leyens übernimmt Ruder am IWS

Im wahrsten Sinne des Wortes übernahm Prof. Christoph Leyens die Kapitänsmütze von Prof. Ralf Eckhard Beyer. Während des zweiten Tages des Ehrenkolloquiums überreichte der scheidende Institutsleiter diese während eines maritim geprägten Programmpunkts. Die neue alleinige Spitze des Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik erklärte: „Das ‚Machen‘ war sicherlich eines der Erfolgsrezepte, das Eckhard Beyer ausgezeichnet hat. Auch deshalb war die Wachstumskurve des IWS eine lineare.“

Zusätzlich bedankte sich Prof. Leyens für den Willen, den sein Vorgänger zeigte, das Institut zu übergeben, ohne den der reibungslose Übergang nicht hätte funktionieren können. Das habe viel mit Vertrauen zu tun. „Es ist eine große Ehre und Ansporn die erfolgreiche Geschichte fortzuschreiben. Die Richtung werden wir beibehalten. Solange diese und die Geschwindigkeit stimmen, sind wir auf dem richtigen Weg“, schloss Leyens und rief alle Mitarbeitenden dazu auf, dem eingeschlagenen Weg weiterhin geschlossen zu folgen: „Lassen Sie mich dem Institut eine ganz eigene Handschrift geben und Fußstapfen hinterlassen.“

www.iws.fraunhofer.de