Harte Sache

Dauerhafter Korrosionsschutz für Dichtsitze durch iClad-Innenbearbeitungsoptik

Durch Laserauftragschweißen mit Pulverzufuhr können Materialeigenschaften und belastete Bauteile gezielt optimiert werden. Auch der Wiederaufbau beschädigter Strukturen ist mit diesem Verfahren möglich.

Härten, Beschichten, Legieren – die iClad-Innenbearbeitungsoptik ermöglicht ab 30 Millimetern Innendurchmesser das gesamte Spektrum der Innenkonturbearbeitungen. Foto: Pallas

In Fördermedien und Industrieanlagen wie Kraftwerken zählen Dichtungen zu den besonders beanspruchten Bauteilen. Um sie in aggressiven Medien dauerhaft vor Korrosionsangriffen zu schützen, sind Verfahren gefragt, die maximale Effektivität und Haltbarkeit gewährleisten. Die iClad-Innenbearbeitungsoptik der Pallas GmbH & Co. KG erschließt hier Möglichkeiten des Laserauftragschweißens, die bislang mit herkömmlichen Standardoptiken nicht leistbar waren: Sie beschichtet Bauteile ab einem Innendurchmesser von 30 Millimetern, darunter auch solche mit kompliziert geformten Innenflächen in bis zu 500 Millimetern Tiefe. Die schlanke Bauform der iClad ermöglicht diese Beschichtungen in einer Aufspannung. Das erlaubt sogar dreidimensionale Innenbeschichtungen von Dichtsitzen mit neuen, hochfesten Grundwerkstoffen, die auch unter Temperaturbeanspruchung gute Resultate zeigen.

In zunehmend anspruchsvollen industriellen Anwendungsumgebungen leistet die Korrosionsbeständigkeit von Rohrleitungen, Pumpen oder Armaturen einen wesentlichen Beitrag zur Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit. Aggressive Medien und wechselnde Betriebszustände bedeuten eine extreme Beanspruchung dieser Bauteile, die unter härtesten Einsatzbedingungen langfristig zuverlässig arbeiten müssen. Durch Laserauftragschweißen mit Pulverzufuhr können Materialeigenschaften und belastete Bauteile gezielt optimiert werden. Auch der Wiederaufbau beschädigter Strukturen ist mit diesem Verfahren möglich.

Der lokal eng begrenzte Wärmeeintrag gewährleistet nach eigenen Angaben bei minimalem Bauteilverzug maximale Präzision der Beschichtung. Der Laserstrahl schmilzt die Randschicht der Bauteiloberfläche und das per Düse aufgestrahlte Pulver an und verbindet beide schmelzmetallurgisch zu einer dichten Schicht mit geringer Aufmischung. Schichtdicken ab wenigen Zehntel Millimetern ermöglichen einen endkonturnahen Auftrag, so dass der Nachbearbeitungsaufwand auf ein Minimum reduziert wird. Bislang verhinderten die bei Dichtungen, Dichtringen oder Ventilen üblichen Bauteilmaße mit geringen Innendurchmessern und großen Bearbeitungstiefen den effizienten Einsatz von Standardoptiken. Mit der Innenbearbeitungsoptik iClad gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Ab 30 Millimetern Innendurchmesser deckt sie mit Härten, Beschichten und Legieren das gesamte Spektrum der Innenkonturbearbeitungen ab.

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