Zuverlässige Dosiertechnologie

Industriezulieferer Lenaal nutzt Dosierofen „Westomat“ von StrikoWestofen

Der Aluminium- und Zinkdruckguss-Dienstleister Lenaal (Radom, Polen) hat zwei verschiedene Dosieröfen getestet. Dabei konnte sich der „Westomat“ von StrikoWestofen gegen den internationalen Wettbewerb durchsetzen.

Im Vergleich zu Dosieröfen mit Pumpentechnologie hat der Westomat nur einen geringen Wartungs- und Reinigungsaufwand. Fotos: StrikoWestofen

Das polnische Aluminium- und Zinkdruckguss-Unternehmen hat zwei Dosiertechnologien getestet und sich wieder für den Westomat entschieden.

Sowohl bei der Modernisierung, als auch bei der Erweiterung der Gießerei mit neuen Ofenanlagen stellen Gießereibetreiber hohe Ansprüche. Das gilt besonders im Hinblick auf die steigenden Gussteil-Anforderungen. Um die passende Lösung für sich zu finden, hat der polnische Industriezulieferer Lenaal (Radom) verschiedene Dosieröfen in der laufenden Produktion getestet: Setzt man auch bei zukünftigen Neu-Investitionen auf den Westomat der Norican-Marke StrikoWestofen (Gummersbach) oder eher auf eine Dosiertechnologie mit Pumpensystem? Bei der Entscheidung waren die Qualität der Schmelze, geringer Reinigungs- und Wartungsaufwand sowie Prozesssicherheit maßgebliche Faktoren.

Zuverlässige Dosiertechnologie

Kommt flüssiges Aluminium mit Luft in Kontakt, führt dies zu Oxidbildung. Es ist daher wichtig, dass beim Dosieren die schützende Oxidschicht auf der Schmelze-Oberfläche nicht aufgerissen wird. Hier bietet der Westomat eine durchdachte Lösung: „Systembedingt erfolgt die Schmelze-Entnahme stets unterhalb des Badspiegels. Dahingegen fließt das flüssige Metall bei einem Dosierpumpensystem über einen Rand in die Pumpe, wobei es nochmal der Atmosphäre ausgesetzt wird. Ein Überführungsprozess in eine Pumpe ist mit dem Westomat nicht notwendig“, erklärt Theodoor van der Hoeven, Leiter Forschung und Entwicklung bei StrikoWestofen. Für Lenaal ein ausschlaggebender Faktor, da die Metallqualität einen direkten Einfluss auf die Ausschussquote hat und sich somit auf Kosten und Ergebnis auswirkt.

Eine Kammer – viele Vorteile

Für einen reibungslosen Produktionsprozess gilt es ebenso, den Reinigungs- und Wartungsaufwand gering zu halten. Auch vor diesem Hintergrund überzeugte der Westomat: Aufgrund seines einfachen Aufbaus mit nur einer Kammer sind alle Bereiche innerhalb des Westomat einfach zu reinigen. So entfällt etwa die Reinigung einer zusätzlichen Kammer oder eines Pumpentopfs. Im Gegensatz zum Dosierpumpensystem existiert im Westomat zudem kein Pumpeneinlassventil, welches mit flüssigem Metall in Kontakt steht. So werden Ausfallzeiten aufgrund von Wartung und Reinigung minimiert. „Der geringe Wartungsaufwand und Verschleiß sowie die bewährten und erprobten Komponenten ermöglichen eine Verfügbarkeit von bis zu 98 Prozent“, schildert van der Hoeven. „Vergleicht man den Reinigungsaufwand von Dosierpumpe und Steigrohr, so ist die Ausfallzeit beim Westomat mit 0,043 Prozent gegenüber 0,7 Prozent deutlich geringer.“

Diese Attribute gelten auch für die Heizung des Westomat Dosierofens. Sie besteht aus drei SiC-Heizstäben, die sich im Dauereinsatz als äußerst robust und widerstandsfähig erwiesen haben. Dagegen bergen metallische Heizleiter, wie sie oft bei Öfen mit Pumpensystemen Verwendung finden, die Gefahr des Brechens und der chemischen Zerstörung durch Metallspritzer. Eine geringere Lebensdauer und erhöhte Kosten sind die Folge. Allerdings ist eine einwandfreie Funktion der Heizung essenziell: Sie trägt dazu bei, die Schmelze möglichst konstant auf Solltemperatur zu halten. Mit einer Abweichung von plus/ minus zwei Grad Celsius erreicht der Westomat hier hervorragende Ergebnisse. Auch dank seines Ein-Kammer-Systems lassen sich Temperaturdifferenzen nahezu vermeiden, wogegen es in einem zusätzlichen Pumpentopf zu Unterschieden von bis zu zehn Grad Celsius kommen kann. Diese Temperaturschwankungen beeinflussen die Fließeigenschaften der Schmelze und somit auch die Dosiergenauigkeit und die Formfüllung.

Die passende Lösung für Lenaal

Die Druckgießmaschinen von Lenaal stehen selten still: Im Dreischichtsystem werden hier rund 250 Kilogramm Metall pro Stunde und Maschine gegossen. Dabei handelt es sich meist um kleine Teile, etwa für die Automobil- oder Elektronikindustrie. Ein Pensum, für das zuverlässige Anlagen essenziell sind. Die Vorteile des Westomat überzeugten Lenaal diesbezüglich zum wiederholten Male. Insgesamt betreibt der Druckgusshersteller neun Westomat Dosieröfen sowie zwei StrikoMelter Schmelzöfen. Nicht zuletzt aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit ist man hier von der StrikoWestofen-Technologie überzeugt. „Wir haben auch Dosiertechnologien mit Pumpensystem getestet, aber für uns ist der Westomat die beste Lösung“, sagt Tomasz Marcela, Prozessingenieur bei Lenaal. „Die Dosiergenauigkeit und die geringeren Anfahrschwankungen nach kompletter Ofenreinigung haben uns überzeugt. Auf diese Weise lässt sich auch die Ausschussrate reduzieren.“

Kompetente technische Unterstützung

Beim Vergleich der Dosieröfen spielte für Lenaal nicht nur die Technologie, sondern ebenso der weiterführende Service eine wichtige Rolle. Auch in diesem Punkt hält StrikoWestofen mit seinen globalen Service- und Ersatzteil-Hubs dem Vergleich stand. Um den Gießereien einen möglichst störungsfreien Produktionsablauf zu ermöglichen, stehen ihnen unter anderem Reparatur- und Wartungspakete sowie eine schnelle Ersatzteilversorgung zur Verfügung. Diesen Service weiß Marcela sehr zu schätzen: „Die halten noch, was sie versprechen! Original-Ersatzteile werden innerhalb kürzester Zeit geliefert. So wird der laufende Betrieb kaum gestört und wir können im Handumdrehen weiter produzieren.“

www.strikowestofen.com