Neue Plattform für die additive Fertigung

Essentium präsentiert auf der formnext 2018 die High Speed Extrusion Plattform (HSE)

Mit der neuen Essentium HSE-Plattform können Unternehmen nun die Leistungsfähigkeit des 3D-Drucks in größeren Formaten ohne Einbußen bei Genauigkeit und Geschwindigkeit nutzen.

Logo: Essentium

Essentium, ein Spezialist für 3D-Drucktechnologie für die additive Fertigung, stellt in Frankfurt auf der Fachmesse formnext 2018 (noch bis zum 16. November) die neue High Speed Extrusion (HSE) Plattform vor. Das 3D-Drucksystem soll die Herausforderungen hinsichtlich Festigkeit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit in der industriellen Fertigung lösen.

Essentium hat eine unabhängige Umfrage unter industriellen Nutzern der 3D-Druck-Technologie durchführen lassen. Dabei wurden die wichtigsten Hindernisse für die additive Fertigung in der Industrie untersucht. Auf die Frage nach den Hindernisfaktoren für die Einführung von großformatigem 3D-Druck nannten 77 Prozent der Befragten die hohen Kosten für die 3D-Druck-Technologie und die Materialien, 34 Prozent die mangelnde Skalierbarkeit und 31 Prozent die Unzuverlässigkeit der Druckerzeugnisse als die drei wichtigsten Gründe. Die neue Essentium HSE-Plattform adressiert nach eigenen Angaben genau diese Faktoren. 80 Prozent der Befragten glauben, dass die Fertigungsindustrie durch eine ausgereifte 3D-Drucktechnologie Milliarden von Dollar an Produktionskosten einsparen wird. Dies zeigt das Ausmaß des kommerziellen Potenzials, das die HSE-Plattform erschließen wird.

Mit der neuen HSE-Plattform sollen Unternehmen nun die Leistungsfähigkeit des 3D-Drucks in größeren Formaten ohne Einbußen bei Genauigkeit und Geschwindigkeit nutzen können. Darüber hinaus erwarten sie uneingeschränkte Umsetzungsmöglichkeiten, ungehinderte Gestaltungsmöglichkeiten und beispiellose Kostenvorteile, teilte Essentium mit.

Was sind die Vorteile der HSE-Plattform? Das erste wichtige Merkmal ist seine Festigkeit. So kann die Plattform insbesondere Materialien drucken, die ähnliche Eigenschaften wie Teile im Spritzgussverfahren aufweisen.

In der Vergangenheit war der 3D-Druck aufgrund der mangelnden Haftung zwischen den Bindungsstrukturen der einzelnen Schichten nur eingeschränkt in der Lage, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Mit der „FlashFuse“-Technologie von Essentium gehört dieses Problem der Vergangenheit an. „FlashFuse“ nutzt eine Plasma-Wärmequelle, um Strom durch ein Netzwerk von Kohlenstoff-Nanoröhren zu leiten, die in die „Ultrafuse“-Materialien von Essentium integriert sind. Dadurch wird jede Schicht beim Aufbringen verschweißt und so eine festere Verbindung geschaffen, wodurch eine Zugfestigkeit von thermoplastischen Spritzgussteilen erreicht wird.

Ein weiterer Vorteil ist die Geschwindigkeit. Traditionelle Extrusions-3D-Druckverfahren sind sehr langsam und benötigen Stunden, um eine relativ einfache Geometrie zu erzeugen - und Tage, um ein komplexes Design zu erstellen. Die HSE-Plattform druckt Teile zehn Mal schneller als herkömmliche „Fused Filament Fabrication“-Drucker (FFF), indem sie ein rutschfestes Extrudersystem mit hohem Drehmoment sowie Linearmotoren verwendet.

Der dritte Vorteil ist die Skalierbarkeit, insbesondere bei Großserien. Die Nutzer können die HSE-Plattform in ihren Fertigungsstätten wie eine neue Spritzguss- oder CNC-Maschine einsetzen und in die Fertigung integrieren. Ein Essentium-Kunde verkürzte nach seine Werkzeugstandzeit um 90 Prozent und erzielte 60 Prozent Kosteneinsparungen gegenüber anderen 3D-Druckverfahren mit Extrusionsverfahren, teilte Essentium mit.

www.essentium3d.com