Christopher Leyens wird „Adjunct Professor“ in Melbourne

Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik Dresdner arbeitet mit RMIT University zusammen.

Christopher Leyens, Werkstoffexperte und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS und Direktor des Instituts für Werkstoffwissenschaft der Technischen Universität Dresden, ist von der RMIT University in Melbourne zum „Adjunct Professor“ ernannt worden.

Der Dresdner Werkstoffexperte und Leiter des Fraunhofer-Institut IWS Christoph Leyens / Bild: Martin Förster

Der Dresdner Werkstoffexperte Christopher Leyens erhielt die Ehrung für seine Kooperation mit der RMIT University in der Additiven Fertigung. Die Universität vergibt den Ehrentitel an externe Wissenschaftler. Als Adjunct Professor betreut Leyens unter anderem Doktoranden an der RMIT University und ermöglicht ihnen den Zugang zu Forschungsgeräten und Fachwissen aus Dresden. Dresdener Wissenschaftler wiederum können erleichterte Bedingungen für Forschungsaufenthalte in Melbourne nutzen.

„Die Auszeichnung der RMIT University freut mich sehr. Sie führt zu einer weiteren Festigung unserer internationalen Beziehungen mit Australien. Erfahrungsaustausch über Köpfe ist in der Wissenschaft unerlässlich“, sagt Leyens angesichts der Ernennung.

Dresden als internationaler Standort für Additive Fertigung
Leyens hatte gemeinsam mit seinen Teams am Fraunhofer IWS und der TU Dresden in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass Dresden international als wichtiger Standort für Additive Fertigung wahrgenommen wird. Im Additive Manufacturing Center Dresden (AMCD) — ein gemeinsames Kompetenzzentrum des Fraunhofer IWS und der TU Dresden — erforschen und entwickeln Experten verfahrensübergreifend Werkstoff- und Fertigungslösungen für innovative Produkte. Darüber hinaus betreibt das AMCD mit AGENT-3D eines der größten europäischen Forschungsvorhaben zur Additiven Fertigung.

Die RMIT University in Melbourne betreibt das RMIT Centre for Additve Manufacturing. Die weltweit führende Forschungsplattform für 3D-Druck beschäftigt sechs Professoren, vier assoziierte Professoren, drei Senior Dozenten, einen ARC Future Fellow, zwei ARC DECRA Fellows und 22 Doktoranden. Einer der Schwerpunkte der Forschung ist die additive Herstllung von Komponenten in fortschrittlichen Materialien wie Hochleistungsmetallen, Kunststoffen und Verbundwerkstoffen. Dabei steht der Übergang vom Rapid Prototyping zur Serienproduktion im Fokus – ohne dass Werkzeuge benötigt werden. Das Zentrum arbeitet mit Anatomics Pty. Ltd zusammen, das 2015 das erste australische 3D-gedruckte Wirbelkäfig-Titanimplantat für einen Patienten mit starken Rückenschmerzen entwickelt hat.


www.iws.fraunhofer.de
www.rmit.edu.au