Potenziale des maritimen 3D-Drucks

Studie des Fraunhofer Institut für additive Produktionstechnologien (IAPT)

Eine Untersuchung des Fraunhofer Institut für additive Produktionstechnologien (IAPT) empfiehlt der maritimen Branche den 3D-Druck für den Prototypenbau und die Ersatzteilfertigung.

Ist hier 3D-Druck drin? Bild: alptraum

Das Fraunhofer Institut für additive Produktionstechnologien (IAPT) hat in einer Studie die Potenziale der additiven Fertigung für die maritime Nutzung untersucht. Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben. "Die Studie hat zum Ziel, Unternehmen aus der maritimen Branche ein tieferes Verständnis der Möglichkeiten von additiver Fertigung für ihren Tätigkeitsbereich zu geben," sagt Lina Harms, Leiterin der MCN-Geschäftsstelle Hamburg.

Ein Ergebnis der Studie ist, dass sich additive Fertigung in der maritimen Branche insbesondere für den Prototypenbau und die Ersatzteilbereitstellung eignet. Das Fraunhofer IAPT hat außerdem Anwendungspotenziale ermittelt: beispielsweise für Werften beim Formenbau, für Zulieferer für Schiffsantriebstechnik bei Motoren und Getrieben, für Zulieferer für Manövrier- und Antriebssysteme bei Antriebssträngen und Propellern, für Zulieferer für Schiffsbetriebsanlagen bei Wärme-, Pumpen- und Hydrauliksystemen sowie für Unternehmen der Meerestechnik bei Spezialequipment. Einen großen Nutzen sieht das Institut insbesondere in der Substitution von defekten Gusskomponenten. Für große Bauteilen eigne sich zudem eine auf additiven Verfahren basierende Reparaturlösung. Zum Abschluss der Studie stellen die Autoren am Beispiel zweier Unternehmen mit weniger als 25 Mitarbeitern den Verlauf von der ersten Idee bis zur vollständigen Implementierung von additiver Fertigung in der Serie vor.
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