Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt 2019: Das sind die Sieger

TU Berlin, Diehl Aviation Laupheim, Airbus und Dino Robotics ausgezeichnet

Zum vierten Mal wurde in Berlin der Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt (IDL) verliehen. Der Preis soll zeigen, wo und wie Innovationen in der Luftfahrt in Zukunft entstehen.

Die Preisträger des Innovationspreises der Deutschen Luftfahrt 2019. / Bild: Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt

In der Kategorie „Fliegen neu denken“ hat die TU Berlin gewonnen, den Preis für „Emissionsreduktion“ nahm Diehl Aviation Laupheim entgegen, Airbus wurde als „Smart Factory“ geehrt und Dino Robotics wurde in der Kategorie „Cross Innovation“ ausgezeichnet. Die Sieger hatten erst vor Ort von ihrer Auszeichnung erfahren. Ausgerichtet hat die Preisverleihung der IDL (Innovationspreis der Deutschen Luftfahrt) mit Unterstützung des BDLI, BDL, der Bitkom, DLR, ZAL und der P3 group. Die Initiatoren wollen mit dem Preis ein Verständnis entwickeln und fördern, wo und wie Innovationen in der Luftfahrt in Zukunft entstehen.

Die TU Dresden wurde ausgezeichnet, weil sie ein sogenanntes Verbundflugzeug entwickelt hat, mit dessen Technologie zivile Drohnen erstmals stundenlang in der Luft bleiben können. Das ermöglicht, dass Drohnen eine Nutzlast von bis zu sieben Kilogramm länger als zehn Stunden lang transportieren können.

Diehl Aviation Laupheim hatte sich mit einer Kombination aus Galley (Bordküche) und Lavatory (Bordtoilette) für Schmalrumpfflugzeuge (A320, Boeing 737) beworben und die Jury überzeugt. Die Komponente ist besonders leicht und wird im hinteren Flugzeugteil installiert. So können Menschen mit Behinderungen, die einen Rollstuhl benötigen, erstmals problemlos und ohne Hilfe anderer die Bordtoilette benutzen.

Airbus hat den neuen elektronischen Polierprozess SurFin für die Industrialisierung der additiven Fertigung von komplexen metallischen Bauteilen entwickelt. Der Prozess ist umweltschonend und REACH konform und außerdem branchenübergreifend einsetzbar.

Das Start-up Dino Robotics hat Roboter entwickelt, die das sogenannte „Bin Picking“ („Griff in die Kiste“) beherrschen. Bisher konnten nur Menschen zuverlässig Objekte greifen, ohne deren Position zuvor exakt zu ermitteln. Bin Picking ist eine Technologie, bei der ein Roboter mithilfe einer 3D-Kamera aus einem Behälter mit Einzelteilen bestimmte Teile entnimmt und diese in korrekter Ausrichtung einer weiteren Bearbeitung zuführt

www.luftfahrtistinnovation.de