GIFA: Kooperationen für den 3D-Druck

Unternehmen bündeln ihre Kräfte, um am Puls der Zeit zu bleiben

ASK Chemicals, voxeljet und Loramendi haben zusammen einen additiven Fertigungsprozess von Kernen mit anorganischen Bindern entwickelt. Auch der 3D-Drucker-Hersteller ExOne und Siemens bündeln ihre Kompetenzen für den 3D-Druck.

Additiv gefertigte Filter am Stand von ASK Chemicals./Bild: Anne Meyer-Gatermann

ASK Chemicals hat gemeinsam mit dem 3D-Druckerhersteller voxeljet und dem Kernfertigungsspezialist Loramendi eine Lösung für additiv gefertigte Kerne entwickelt. ASK Chemicals zeigt das Ergebnis dieser Kooperation jetzt auf der GIFA in Düsseldorf. Dort können Besucher eine Live-Demonstration des Verfahrens am Stand des Unternehmens (Halle 12, Stand A22) ansehen.

"Wir präsentieren erstmals ein reales Kernprinten mit anorganischen Bindersystemen. Damit sind wir weltweit führend in dieser Technologie. Dazu braucht es drei Firmen mit der entsprechenden Power", erklärt Jörg Brotzki, Executive Vice President Europe von ASK Chemicals. ASK Chemicals hat den anorganischen Binder Inotec 3D entwickelt und voxeljet den dazu passenden Drucker voxeljet VX1000-S, Loramendi trug dazu das Fachwissen der Kernfertigung bei.

Am ASK-Chemicals-Stand sind Filter zu sehen, die mittels additiver Fertigung erstellt wurden. Der Vorteil ist, dass es mit diesem Verfahren möglich ist, eine exakte Porenstruktur herzustellen, bei herkömmlichen Verfahren ist diese nur zufällig. Das Verfahren eignen sich besonders für den Stahlguss.
Der Drucker arbeitet so schnell, dass er nahe an die Produktivität einer Serienfertigung heran kommt, verspricht Ingo Ederer Chief Executive Officer von voxeljet. Außerdem könne das Gerät jede beliebige Geometrie drucken. Der Drucker arbeitet mit dem Verfahren des Powder Binder Jetting. Dabei werden keine Sandkerne und -formen hergestellt, sondern die Sandkerne digital aufgrund von CAD-Modellen entworfen.

Auch der 3D-Druckerhersteller ExOne und Siemens gaben auf der GIFA bekannt, dass sie miteinander kooperieren, um Gießereien für die Industrie 4.0 fit zu machen. Siemens stelle ExOne sein Portfolio zur Industrie 4.0 zur Verfügung, es umfasst Software, Automatisierungstechnologie, MindSphere und Siemens IoT-System, das Open Cloud basiert ist. Diese Funktionen werden in den neuen 3D-Drucker S-Max Pro integriert.

"Wir sind stolz, dass wir unsere Partnerschaft mit ExOne stärken können und die Industrialisierung der additiven Fertigung vorantreiben können. Siemens bringt die neue digitalen Technologien und ihr industrielles Know-How ein, um ExOne weiterzubringen. Der neue ExOne S-Max Pro 3D Drucker zeigt, dass integrierte Software und Automatisierungslösungen kurzfristig zu größerer Effektivität und Verfügbarkeit führen", kommentiert Karten Heuser, Vice President of Additive Manufacturing bei Siemens Digital Industries.