Zulieferindustrie: Unsicherheit belastet nach wie vor das Geschäftsklima

Die Zulieferer sehen aber die kommenden sechs Monate überraschend optimistisch

Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferindustrie steht unter Druck. Der Saldo der Lageeinschätzung ist allerdings weiterhin positiv.

Das Geschäfftsklima der Zulieferindustrie. Bild: ArGeZ

Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferindustrie ist unverändert getrübt, meldet die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ). Es müsse aber berücksichtigt werden, dass sich dies auf die Bewertung der aktuellen Lage bezieht, die sich pessimistischer zeigte. Darüber hinaus sei aber der Saldo der Lageeinschätzungen weiterhin positiv. Die Erwartungen mit Blick auf die kommenden sechs Monate haben sich im Vergleich zum Jahresbeginn überraschend optimistisch gezeigt und sich lediglich geringfügig gegenüber dem Mai abgeschwächt, berichtet die ArGeZ.

Die realen Auftragseingangs-, Export- und Produktionsdaten sowie die Probleme im Automobilsektor dämpften die Stimmung der Zulieferer erheblich. Auch die Abschwächung des Welthandels sowie der zunehmende Protektionismus und die Aussicht auf einen womöglich harten Brexit seien prägend. Inwiefern diese zahlreichen geo- und wirtschaftspolitischen Unsicherheitsfaktoren auch die kommenden Monate beeinflussen werden, werde sich zeigen, heißt es in einer ArGeZ-Mitteilung.

Das Geschäftsklima Zulieferindustrie wird regelmäßig zum Monatswechsel von der ArGeZ veröffentlicht. Der Frühindikator wurde exklusiv vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München, für die ArGeZ entwickelt. Er beruht auf der Befragung von 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen ab.