General Electric eröffnet Werk für Additive Fertigung

Umzug der Produktion bis Ende des Jahres

Auf 40.000 m2 Fläche in Bayern sollen 700 Menschen am 3D-Druck arbeiten: General Electric baut seine Sparte Additive Concept Laser Team aus.

Im bayrischen Lichtenfels bauen 700 Mitarbeiter von General Electric künftig die Sparte Additive Fertigung weiter aus. (Bild: General Electric)

Der Konzern General Electric (GE) eröffnet in Deutschland ein 40.000 m2 großes Werk für Additive Fertigung. Im bayrischen Lichtenfels soll künftig das GE Additive Concept Laser Team arbeiten. Auf dem Campus ist Platz für 700 Arbeitskräfte. Der Umzug der Produktion an den neuen Standort soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

Der Konzern hat für den Aufbau des bayrischen Standorts 105 Millionen Euro ausgegeben. Die Sparte GE Additive investiert kontinuierlich in Produktionsstätten in Europa und Nordamerika. Neben GE Additive Lichtenfels hat das Unternehmen kürzlich das Arcam EBM Center of Excellence in Göteborg (Schweden) eröffnet.

„Wir wollen diese moderne, schlanke Produktionsstätte hier in Bayern als ein globales Zentrum der additiven Industrie etablieren“, sagt Jason Oliver, President und CEO, GE Additive.

General Electric ist stark im Markt der Turbinenproduktion für Flugzeuge und weltweit führend im Bereich der Additiven Fertigung. Das Unternehmen produziert in Prag beispielsweise einen Turbopropellermotor mit Additiver Fertigung, der aus nur zwölf Teilen besteht. Mit herkömmlichen Fertigungsverfahren hergestellte Exemplare hatten 950 Teile.

Zuletzt hatte General Electric Schlagzeilen gemacht, weil der Konzern ins Straucheln geriet: Im vergangenen Jahr hat er fast 23 Milliarden Dollar Verlust gemacht und rutschte aus dem Dow Jones raus. Dann warf Analyst Harry Markopolos dem Konzern Bilanzbetrug vor und der Kurs rutschte ab. Mit der Eröffnung des neuen Werks hofft GE seine leitende Rolle auf dem Markt der Additiven Fertigung auszubauen.

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