Auswirkungen einer CO2-Bepreisung auf den DAX

Studie von Union Investment

Union Investment hat in einer Studie untersucht, welche Auswirkungen die mögliche Einführung einer umfassenden CO2-Bepreisung auf die Unternehmen im Deutschen Aktienindex (DAX) hätte. Selbst eine geringe Steuer bedeutet eine Belastung in Millardenhöhe.

Gut für die Umwelt, unbequem für DAX-Unternehmen: die CO2- Bepreisung. (Bild: Thomas Griesbeck)

"In unserer Berechnung steht fast jedes DAX-Unternehmen selbst bei niedrigen CO2-Preisszenarien vor großen Herausforderungen", erklärt Henrik Pontzen, Leiter ESG im Portfoliomanagement von Union Investment.

Den DAX-Unternehmen drohen durch (zusätzliche) Bepreisung von CO2-Emissionen potenzielle Belastungen in Milliardenhöhe, wenn sie ihre Emissionen nicht reduzieren. Selbst eine vergleichsweise geringe Steuer in Höhe von 30 Euro je Tonne CO2e (CO2-Äquivalente) würde den gesamten DAX jährlich rund 5,2 Milliarden Euro kosten. Das entspricht rund 3,7 Prozent des kumulierten operativen Ergebnisses (EBIT) der DAX-Unternehmen im Jahr 2018.

Stark betroffen wären Unternehmen in der Chemiebranche (BASF, Covestro, Linde), in der metallverarbeitenden Industrie (ThyssenKrupp), im Fahrzeugbau (BMW, Continental, Daimler, VW) sowie im Baugewerbe (HeidelbergCement).